Wie sieht die Sonne eigentlich aus?

In meinen Erklärungen gehe ich von einer 20 qm großen Kuppel aus, die man sich wie eine offene Halbkugel über sich vorstellt. Die Größe ähnelt einem geräumigeren Wohnzimmer.

Die Sonne hat die Größe eines Kirschkernes. Das hört sich klein an, doch sie wirkt nur deshalb optisch größer, weil sie so grell scheint, dass man mit bloßem Auge nicht hineinschauen kann. Das ist vergleichbar mit einem Halogenspot, der auch verhältnismäßig klein ist, aber je nach Watt so hell leuchten kann, dass er das ganze Zimmer mit Licht erfüllt und somit größer wirkt.

Wie sieht eine Sonnenfinsternis aus?

Bei einer Sonnenfinsternis muss immer Neumond sein. Dieser wandert zwischen Erde und Sonne, schiebt sich also optisch vor die Sonne. Den Neumond kann man sich wie auch den Vollmond als eine Münze vorstellen. Sie ist eine Spur größer als der Kirschkern, doch nur deshalb, weil der Mond im Verhältnis zur Sonne der Erde viel näher steht. Die Münze als Neumond sieht man nicht, denn sie wird nicht auf der Seite von der Sonne angescheint, die uns zugewandt ist. Der Mond selbst ist dunkel. Seine Leuchtkraft erhält er von der Sonne, deren Licht von der Mondoberfläche reflektiert wird. Dass man den Mond einmal als kreisrunde Scheibe und dann wieder als schmale Mondsichel sieht, hängt von der wechselnden Stellung der Erde zur Sonne ab. Wandert der Mond jedoch vor die Sonne, wird diese verdunkelt. Hätte die Sonne keine rundum sichtbaren Gase, die man Protuberanzen nennt, gäbe es auch keine Korona. Die sieht man jedoch nur, wenn die Münze – also der Neumond – den Kirschkern – also die Sonne – vollkommen verdeckt. Die Korona ist rund um den Mond ca. einen Fingerbreit zu sehen und ständig in Bewegung. Ansonst scheint die Sonne viel zu grell, sodass man von ihrer bewegenden Tätigkeit keine Ahnung hat.


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Letztes Update 16. Juni 2001
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