Bereits Tage zuvor hörte und sah man in den Medien von der partiellen Sonnenfinsternis. Seit der Totalen am 11. August 1999 begeistert mich, wie so viele andere auch, die Ausrichtung Sonne, Neumond und Erde in einer Linie.
Heuer war die Partielle anders als die bisherigen.
Der Mond bedeckte die Sonne in Österreich zu fast 90 Prozent, was sehr viel ist.
Zwei Tage vorher suchten sich mein Mann, sein Bruder und ich, wie schon 1999, den perfekten Platz. Diesmal galt es, einen uneingeschränkten Blick nach Westen zu haben. Wir sahen ein großes Feld, einen Gehsteig und die Straße, fanden auch gleich einen Parkplatz.
Dass wir bei solch einem Event nicht die einzigen sind, damit rechneten wir. Nicht aber, dass viele Schaulustige mit Kinderwägen und Kleinkindern dort waren. Jedoch stand uns Niemand im Weg, weil sich alle verteilen konnten.
Ich verwendete die Schutzbrille von 1999 und hatte in meinem Fall Riesenglück. Ich sah die Sonne weiß
und den Eintritt des Mondes um 19:20 bei 4 Uhr beginnend.
Willy besorgte für Günther und sich Brillen von einem Optiker. Ich wollte auch durch die schauen
und war erschrocken. Ich sah nur orange/braun, sonst aber nichts.

Um 20:10 sah man nur noch eine schmale Sonnensichel.

Ich nahm meine Brille ab und schaute in die Sonne. Man sah zwar eine Veränderung, die Sonneneinstrahlung war aber trotzdem zu hell, als die Finsternis mit bloßem Auge zu erkennen. Einzig das Feld und die Umgebung rundherum kamen mir dunkler vor.
Obwohl davor gewarnt wurde, mit dem Handy zu fotografieren, taten das trotzdem mehrere. Mein Mann hatte eine Schutzfolie über dem Fotoapparat.
Auch fragten einige, ob ihnen wer eine Schutzbrille leiht, woraufhin Niemand reagierte. Ebenso blieben Autofahrer mitten auf der Fahrbahn stehen, schauten kurz und fuhren dann weiter.
Um 20:15 Uhr ging die Sonne unter und im Nu wurde es rasch dunkler. Alle machten sich, wie auf ein Kommando Richtung Heimweg, so auch wir.
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Letztes Update 15. August 2026
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